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Hilfen für die
Begegnung mit Jesus Christus
-Gebetshinweis-

 

Schrifttexte an Weihnachten
In der Nacht:
Jes 9,1-6
Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht.

Lk 2,1-14
Die Hirten hören: Euch ist heute der Retter geboren.

Am Tag:
Jes 57,7-10
Die Freudenboten künden Frieden an: Gott ist König

Hebr 1,1-6
In dieser Endzeit ist Jesus Christus gekommen.

Joh 1,1-18 (oder kürzer: 1,1-5.9-14)
Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt



Jos
ef - unser Heil in Händen


Heiliger Josef!

Mit dir zu reden tut gut. Du bist einer, der zuhört, der verschwiegen und kompetent ist und der gerne hilft. Ich hab viel Druck und Stress, den ich mir selbst und den andere mir machen. Wo Druck und Stress ist, da ist auch Angst. Wenn es zuviel wird, ist es lebensbedrohlich und es hilft nur die Flucht. Dann ist es gut eine Zuflucht zu haben. Du kennst das. Du hast deine Angst nicht verdrängt und bist mit Frau und Kind nach Ägypten geflohen.
Hilf mir in meinen Schwierigkeiten und lass mich Zuflucht finden bei dir.
Hl. Josef, du weißt, dass es für viele Probleme keine idealen Lösungen, sondern nur Notlösungen gibt und oft nur das Ausweichen weiterführt. Du hast in Bethlehem keine Herberge gefunden und musstest in den Stall ausweichen.
Hilf mir, dass ich mit den unbefriedigenden Kompromissen versöhnt leben kann. Und am Wesentlichen dranbleibe.
Danke. Heiliger Josef, für deine Hilfe und deine Geduld.

    

Hintergrund

Weihnachten hat eine unglaubliche Geschichte mit vielen Wendungen und Akzentverschiebungen. Die Erfolgsgeschichte ist dabei geprägt vom Kleinen, vom Kind, das in der Mitte steht. Das rührt alle Menschen an, auch die die nicht glauben (können), dass es um Gott geht, der Mensch und Kind wird.
Das große Geheimnis, dass „Gott im Fleische ist“, wurde von Anfang an in unterschiedliche Bilder und Erfahrungen gekleidet.

Lukas beschreibt Maria und Josef auf der Suche nach einem Platz, er kennt die Krippe, die Hirten, die Engel und die Windeln: Gott wird wirklich Kind, klein, hilflos, bedürftig. Johannes singt am Beginn seines Evangeliums ein großes Lied und meditiert über Wort und Fleisch, über Licht im Dunkel. Markus hat überhaupt kein „Weihnachten“ und Matthäus stellt die Sterndeuter und ihre Wege in den Mittelpunkt. Wo auch immer wir anfangen mit dem Schauen und Betrachten, am Kind kommen wir immer vorbei. Und was es mit diesem kleinen Menschen Jesus auf sich hat, da kann uns Josef gut helfen: er war ja dabei. Und wird auch uns helfen, das Kind zu finden und es aufzunehmen bei uns.

 

Zur Gestaltung einer Gebetszeit

Ich richte mir eine Zeit ein, um bei Jesus zu sein. Er ist Mensch geworden, damit ich mehr Mensch werde. Ich lasse meine Seele bei ihm zur Ruhe kommen, suche mir dazu einen stillen Ort, vielleicht vor der Krippe. Ich bitte Josef, dass ich die Gegenwart dieses Kindes erfahren darf. Ich sage ihm, was ich mir im tiefsten wünsche, als sein Geschenk an mich. Dann lasse ich mir Zeit für die Betrachtung.

Die offenen Arme
In der Krippe hat das Jesus-Kind immer offene Arme: Jesus wartet auf jeden, er schaut jeden an, streckt die Arme jedem entgegen. Nie würde Gott einen Menschen wegschicken, nie wird er seine Arme verschließen, immer will er uns umarmen, an sich ziehen.
Ich erinnere mich an die offenen Arme eines Kindes, - und komme mit meiner Sehnsucht, mit meiner Freude, meiner Dankbarkeit, meinen Geschenken zu ihm.

Mensch-Sein
Das Geschenk Gottes an Weihnachten ist das Menschsein. Er schenkt uns neu, was wir schon sind: Menschen. Gott ist selber Mensch und macht damit deutlich, wie sehr wir ihm am herzen liegen. Und das Menschsein ist der Weg zu Gott. Das Menschsein, mit allem, was jetzt für mich dazu gehört: Sehnsucht, Freude, Verletzung, Trauer, Glück, Stress…Alles versteht er, alles wird mit ihm Weg zum Leben.

Josef
Das unbeschreibliche Glück, neues Leben zu sehen und in Händen zu halten. Dem Kostbaren, Neuen in meinem Leben Raum geben, das ich in Händen halten darf wie Josef. Das Leben sehen, das ich in Händen halte und leben darf. Danken.

Ich schließe mit Gesprächen: mit Josef, dem Vater und dann mit Jesus, dem Kind, dem Menschen, dem Sohn, dem Gott. Dann gehe ich mit ihm zum Vater, der seinen Sohn auch mir schenkt. Und schließe mit einem Weihnachtslied, dem „Engel des Herrn“ oder dem Vater unser.

Gedanken zu Josef

J esus Adoptivvater –
So wichtig auch Gene sind – e
in Vater zeigt und lehrt uns, wie das Leben so läuft.

O ffenes Ohr –
als Vater und gläubiger Jude.
Gott lässt uns Wahrheiten sehen,
die unseren irdischen Auge verschlossen bleiben.

S tarker Ehemann an Marias Seite –
durch ihn wusste sie, dass sie nicht alleine war,
ganz praktisch im Leben.

E hrlich und fair –
auch im Gedanken der der Trennung.
Menschliches Handeln.

F reiwillige Annahme des Kindes durch die Namensgebung –
er war für Jesus ein Vorbild:
Ich nehme dich an – als Geschenk Gottes.

Text einer Besucherin unserer Kirche

Ich wünsche Ihnen ein frohes und lichtvolles Weihnachtsfest, auch in Namen der anderen, die mit mir in der Seelsorge in St. Laurentius und St. Barbara arbeiten
Ihr Pastor

Für Nachfragen, Anregungen und Rückmeldungen stehe ich gerne zur Verfügung. 
Sie können die Hinweise auch per Email erhalten:

Pfr. Jörg Meyrer
Marktplatz 13
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Tel. 02641-34737
eMail

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Stand: 23.12.10

 

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