Katholische Kirchengemeinde
Sankt Laurentius Ahrweiler
Gebetshinweis im Kirchenjahr 2007

 

Hilfen für die
Begegnung mit Jesus Christus

Schrifttexte des Christkönigs-Sonntags:
2 Sam 5,1-3
David übernimmt den Dienst der Leitung. Sein Volk salbt ihn zum König

Kol 1,12-20
Durch Christus sind wir erlöst. Er hat am Kreuz Frieden gestiftet.

Lk 23,35-43
Jesus wird am Kreuz verspottet: Das soll ein König sein.

Zur Einstellung auf die Gebetszeit:

Vor der Gebetszeit stelle ich mich ein auf die Begegnung mit Jesus Christus. Am heutigen „Christkönig-Fest“ sind in der Liturgie zwei Bilder wichtig:

1. Der Christus-König in den Mosaiken, Bildern und Liedern: der Herrscher und Richter der Welt. Er hält die Weltkugel und damit die Geschicke der Erde und der Menschen in seinen Händen,- jetzt und am Ende der Zeit, wenn er wiederkommen wird.

2. Die Szene aus dem Evangelium beschreibt einen ganz anderen König, - den am Kreuz: verlacht, verspottet, geschunden und sterbend als König gekennzeichnet: ohne Macht, hilflos, - in der Augen der Welt.

Beide „Szenen“ sind wichtig, gehören zusammen. Sie sind der Hintergrund für die folgenden Betrachtungspunkte.
Mit dem „Vergegenwärtigen“ der beiden Bilder und Wirklichkeiten beginne ich meine Gebetszeit.


Schrifttext:  Lk 23,35-43
In jener Zeit verlachten die führenden Männer des Volkes Jesus und sagten: Anderen hat er geholfen, nun soll er sich selbst helfen, wenn er der erwählte Messias Gottes ist.
Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig und sagten: Wenn du der König der Juden bist, dann hilf dir selbst!
Über ihm war eine Tafel angebracht; auf ihr stand: Das ist der König der Juden. Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns! Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst. Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.

Zur Besinnung:

Verweile dann bei einem der drei Punkte.

Auf Christus schauen
- auf den Weltenrichter, - und den von der Welt Gerichteten;
- auf den, der die Welt in der Hand hält - und dessen Hände macht - los gebunden sind;
- auf den, der stirbt, - und auf den, der rettet (anders als erwartet).
Und ihn fragen, wie er dazu kam, das alles zu erdulden, zu ertragen, auf sich zu nehmen, - für mich.

Auf die Welt schauen
„Die Welt erkannte ihn nicht“, schreibt Johannes. Stattdessen gibt es Missverständnisse, Neid, Streit, Machtspiele.
Und doch ist Christus für diese Welt, - für diese ganz konkrete Welt, die er in seinen Händen hält.
In dieser Welt, in der so vieles drunter und drüber geht, sich rasant verändert, die so sehr blutet, - stehen wir, in sie gehen wir jeden Tag neu.
Und mit ihm schaue ich auf diese ganz konkrete Welt...

Auf mich schauen
Die Frage nach „Helfen“ taucht wiederholt auf. Es geht um ein Retten und Er-Retten aus konkreter Not, Hilflosigkeit, Tod. „Selber helfen“ ist angefragt.
Wenn ich auf diesen Christus und auf die Menschen um ihn schaue: Woher erwarte denn ich meine Hilfe? Muss ich immer alles selber machen? Wo lasse ich mir helfen? und Was erwarte ich denn von Gottes Hilfe?

Zum Schluss führe ich ein Gespräch mit Christus, dem Herrn der Welt oder dem Gekreuzigten, je nachdem wie er mir näher ist. Im gleichen Vertrauen wie der reumütige Schächer: Und sage ihm alles, was jetzt ist.


die kommende welt

kein endlosband der halleluja-singers
kein luftschloss in der heilen wolkenwelt
keine spielverlängerung mit open end
alles völlig anders

das universum atmet auf
alle zeit der welt mündet ins jetzt
und die wunden der geschichte
beginnen von innen zu leuchten

das licht der sterne aber
bleibt in deinen augen
du und ich
endlich wir

das versprechen
unsrer ersten liebe
wird wieder wach
und wirklich wahr

o schöner augenblick
in dem verewigt wir verweilen
freude die nicht altert
liebkoseworte unaufhörlich

Andreas Knapp, Tiefer als das Meer, S.65

Für Nachfragen, Anregungen und Rückmeldungen stehe ich gerne zur Verfügung. 
Sie können die Hinweise auch per Email erhalten:

Pfr. Jörg Meyrer
Marktplatz 13
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Tel. 0 26 41-3 47 37
Email: pastor@laurentius-aw.de

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Stand: 11.07.08

 

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