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Priester in der wechselvollen Geschichte der Gemeinde

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Details
von Robert Bous

2002

Jörg Meyrer
Geboren am 30.9. 1962 in Völklingen im Saarland. 
Nach dem Abitur 1981 Eintritt ins Priesterseminar in Trier, Beginn des Studiums der Kath. Theologie in Trier und Freiburg.
1988 Priesterweihe.
Kaplan in Bitburg, Vikar in Saarlouis-Fraulautern.
1994-2002 Pfarrer in Langenlonsheim, Bretzenheim, Rümmelsheim, 
1999 Dechant des Dekanates Bad Kreuznach.
Seit 10.8.2002 Pfarrer in St. Laurentius, Ahrweiler und St. Barbara, Ramersbach.
Im Januar 2003 Dechant des Dekanates Ahrweiler und seit April 2004 des neuen Dekanates Ahr-Eifel (Adenau-Ahrweiler-Altenahr).

1987

Josef Mettel
wurde am 17.April 1947 in Körperich-Seimerich/ Kr.Bitburg geboren. Sein Eintritt in das bischöflische Priesterseminar in Trier erfolgte zum Wintersemester 1970-1971. Er studierte Philosophie und Theologie in Trier und Freiburg. Die  Diakonenweihe empfing er am 9.Februar 1976 im Dom zu Trier, hieran schloss sich das Jahrespraktikum als Diakon in Waldgassen/ Saar, Maria Heimsuchung, an. Die Priesterweihe empfing er am 10.Juli 1977. Er war anschließend Kaplan in Dudweiler, St. Marien. Zum Regionaljugend-Pfarrer der Region Saar-Hochwald wurde er am 1. Februar 1980 ernannt. Zum Wintersemester 1985/85 wurde er zum Subregens am Bischöflichen Priesterseminar Trier und zum Leiter der Informationsstelle Berufe der Kirche berufen. Am 7.Juli 1987 erfolgte seine Ernennung zum Pfarrer in Ahrweiler, St. Laurentius und Ramersbach,  St. Barbara. Seine Einführung erfolgte am 4.Oktober. Am 8.Oktober 1990 wurde ihm vorübergehend die Pfarrverwaltung der Pfarreien Grafschaft-Leimersdorf, St.  Stephanus, und Grafschaft-Ringen, St. Dionysius, übertragen. Die Ernennung zum Dechant und Gebietspfarrer des Dekanates und des Pfarrverbandes Ahrweiler erfolgte am 17. Dezember 1991, am 21.12.1995 zum Pfarrkonsultor. Im April 2001 teilte er den Pfarrgemeinden St. Laurentius, Ahrweiler und St. Barbara, Ramersbach mit, dass er zum Jahresende Ahrweiler verlassen wird.  Am 25. November 2001 erfolgte die feierliche Verabschiedung von Pfarrer Josef Mettel mit Festgottesdienst und anschließendem Empfang im Bürger-Centrum. Die St. Sebastianus-Bürger-Schützengesellschaft verabschiedete Pfarrer Josef Mettel mit dem „großen Zapfenstreich“.

Ab 01.Januar 2002 zunächst Pfarrverwalter von St. Paulin und St. Martin, Tier. 
Einführung in St. Martin am 03. März und in St. Paulin am 09. März 2002.

Im Jahre 2006 erfolgte dann der Wechsel ins Wiedtal. Am 16. und 17. September wurde er dort feierlich in sein Amt als Pfarrer von St. Laurentius, Niederbreitbach und Maria Himmelfahrt, Waldbreitbach eingeführt.

 1976

Hans Hammes
wurde am 22.April 1933 in Koblenz-Metternich geboren. Die Diakonweihe hat er am 11.April 1957 empfangen, die Priesterweihe am 4.August 1958 in Trier. Ab 19.März 1958 war er Kaplan in Saarlouis, ab 2.Januar 1962 in Sinzig. Im März 1964 wurde er für sechs Monate Bischofskaplan und seit dem 8.Oktober Pfarrer in Bacharach und zusätzlich Pfarrverwalter in Niederheimbach.
Die Ernennung zum Pfarrer von Ahrweiler erfolgte unter dem 11.Februar 1976, die Einführung fand am 30.Mai statt, die Ernennung zum Dechant des Dekantes Ahrweiler erfolgte am 1.Juli. Gebietspfarrer wurde er am 23.Februar 1984. Zusätzlich war ihm am 14.Juli 1978 die Pfarrverwaltung von Ramersbach, St.Barbara, übertragen worden. Zum Pfarrer von Ramersbach wurde er hier am 16.Dezember 1985 ernannt. Dechant Hans Hammes ist am 7. Juni 1987 (Pfingsten) im Pfarrhaus Ahrweiler tödlich verunglückt. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Ahrtor-Friedhof in Ahrweiler (Priesterrondell). „Hans-Hammes-Straße" in Ahrweiler.
In seine Amtszeit fällt eine durchgreifende Außenrenovierung des Gotteshauses.

1959

Josef Zenz
wurde am 28.Mai 1907 in Ernst/ Kr.Cochem geboren. Die Priesterweihe empfing er am 15.Juli 1933 in Trier. 1934 wurde er Kaplan in Saarbrücken, St. Jakob, 1937 in Querscheid/ Saar. Vom 18.April 1939 bis Oktober 1940 war er Rektor und Religionslehrer bei den Ursulinen in Koblenz und Boppard. Am 1.Mai 1940 wurde er Pfarrer in Koblenz-Metternich. Hier errichtete er die Pfarrei St. Konrad. Am 22. März 1953 wurde er Pfarrer in Speicher und mit Ernennungsurkunde vom 23.Oktober 1959 Pfarrer in Ahrweiler; seine Einführung erfolgte am 13.Dezember. Am 29.Dezember erfolgte seine Ernennung zum Dechant des Dekanates Ahrweiler. Er trat mit dem 31.Oktober 1975 in den Ruhestand. Bei der Abschiedsfeier wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Bis 1983 lebte er in Boppard und kam dann als Hausgeistlicher des Alten- und Pflegeheimes St. Maria-Josef in Ahrweiler am 28.April 1983 nach hier zurück. 1983 feierte er sein Goldenes Priesterjubiläum; 1993 das Diamantene Priesterjubiläum.
Er starb am 05.November 1993 und wurde in Ahrweiler auf dem Ahrtorfriedhof beigesetzt.
In seine Amtszeit fällt der Abriss des Krankenhauses St. Maria-Josef in der Niederhutstraße im Jahre 1968 und der Neubau des Alten- und Pflegeheimes St. Maria-Josef an der gleichen Stelle. Die Weihe des Hauses erfolgte am 11.September 1974. Mit Wirkung vom 1. November 1964 wurde die neue Pfarrgemeinde St. Pius errichtet in die Teile der Pfarrei St. Laurentius einbezogen wurden. Zur 700-Jahr-Feier der St. Laurentius-Pfarrkirche 1969 fand zuvor eine Innenrenovierung des Gotteshauses statt.

1937

Joseph Rausch
wurde am 1.August 1883 in Rieden geboren. Die Priesterweihe empfing er am 27.März 1909 in Trier, war Kaplan in Adenau, Püttlingen/ Saar und Merzig. 1915 wurde er Pfarrer in Haag/ Kr. Bernkastel, 1921 in Dudweiler/ Saar, 1925 Definitor und 1936 Dechant im Dekanat Sulzbach. Pfarrer und Definitor in Ahrweiler wurde er am 27.Febr.1937, seine Ernennung zum Dechant des Dekanates Ahrweiler erfolgte erst nach Kriegsende 1947.
1958 wurde er zum Geistlichen Rat ernannt und konnte 1959 sein Goldenes Priesterjubiläum feiern. In seine Amtszeit fiel der Zweite Weltkrieg; die Pfarrkirche erlitt durch Luftangriffe große Schäden; der Einmarsch der amerikanischen Truppen in Ahrweiler erfolgte am 7.März 1945. Am 1.Oktober 1959 schied er aus der Seelsorge in Ahrweiler aus und verzog nach Saarlouis. Nur acht Wochen später, am 24.November ist er verstorben. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof in seiner Heimat.

1924

Joseph Dickopf
wurde am 25.Oktober 1870 in Peterslahr/ Westerwald geboren. Die Priesterweihe erhielt er am 30.März 1895 in Trier und war anschließend Kaplan in Koblenz, St. Joseph, 1898 Vikar in Koblenz, St. Johann, 1902 Pfarrer in Oberstein/ Nahe, 1908 in Alf/ Mosel, 1910 in Kirchen/ Sieg. Pfarrer in Ahrweiler wurde er am 12.November 1924; 1925 erfolgte seine Ernennung zum Dechant des Dekanates Ahrweiler. Aufgrund staatlicher Präsentation wurde er am 15.November 1928 zum Ehrendomherrn ernannt. Er war Mitglied der St. Mathias-Bruderschaft in Ahrweiler.
Er starb am 22.Dezember 1936. Begraben wurde er in der Ruhestätte seiner Familie in seiner Heimatstadt Peterslahr.

1912

Joseph Kollmann
wurde am 25.Februar 1861 in Klotten a.d. Mosel geboren. Am 10.August 1887 wurde er zum Priester geweiht und war dann zunächst Kaplan in Dudweiler. 1890 kam er in gleicher Eigenschaft nach Koblenz, St. Kastor. 1893 wurde er Pfarrer in Blankenrath, 1893 Spiesen/ Saargebiet, 1912 in Ahrweiler, wo er zum Dechant ernannt wurde. In die Amtszeit von Pfarrer und Dechant Josef Kollmann fällt der Erste Weltkrieg.
Er starb am 13.Oktober 1924 und wurde auf dem Ahrtorfriedhof in Ahrweiler begraben.

 1898

Jakob Spurzem
wurde am 24.November 1843 in Plaidt bei Andernach geboren. Die Priesterweihe empfing er am 31.August 1867 in Trier und wurde anschließend zum Kaplan an St. Antonius in Trier ernannt. 1872 wurde er Pfarrer von Stadtkyll, 1884 Hilfsgeistlicher in Kreuznach, 1866 Pfarrer und Dechant in Kreuznach.
1898 kam er als Pfarrer nach Ahrweiler, wo er gleichfalls zum Dechant ernannt wurde. Im April 1912 ging er in Pension und wurde später Hausgeistlicher im St. Barbara-Stift in Koblenz.
Aus Anlass seines 60-jährigen Priesterjubiläums ernannte der Stadtrat von Ahrweiler ihn am 10.August 1927 zum Ehrenbürger der Stadt. In seine Zeit fiel die große Restaurierung der Pfarrkirche: Sie erhielt ein neues Dach, einen neuen Turmhelm und eine neue Orgel. Es erfolgte der Einbau einer Heizung und einer Gasbeleuchtung. Fresken und Gemälde wurden konserviert. - 1909 erfolgte der Bau eines Jugendheimes und des Pfarrsaales. Am St. Maria-Josef-Krankenhaus erfolgten Erweiterungsbauten. Seit 1904 Kevelaer-Wallfahrten.

 1870

Peter Josef Seul
wurde am 17.März 1828 zu Lonnig auf dem Maifeld geboren. Die Priesterweihe erhielt in Trier am 12.März 1853. Seine erste Anstellung als Kaplan erhielt er an U.L.Frauen in Trier. Im November 1855 wurde er Pfarrer in Bacharach und im März 1870 Pfarrer in Ahrweiler.
Er starb als Dechant des Dekanates Ahrweiler am 30.April 1898. Mitglied der St. Mathias-Bruderschaft.
In seine Zeit als Pfarrer fiel die Entfernung der alten gotischen Altäre in der St. Laurentius Pfarrkirche.

1842

Johann Balthasar Mertens
wurde am 20.November 1796 in Müsch geboren. Am 23.Mai 1821 wurde er in Köln zum Priester geweiht und dann zum Kaplan in Adenau ernannt. 1824 wurde er Pfarrer von Schuld, 1825 von Masburg und 1833 von Mayen.
1842 wurde er Pfarrer in Ahrweiler. Am 1.Oktober 1862 erfolgte seine Ernennung zum Ehrendomherrn durch Papst Pius IX (Urk.in den Pfarrakten St. Laurentius, Ahrweiler)
Er starb in Ahrweiler am 27.August 1869.
Unter Dechant Balthasar Mertens erfolgte im Frühjahr 1854 die Gründung einer Gesellschaft zum Neubau eines Krankenhauses. Die Schenkung des Krankenhauses an die Kirchengemeinde erfolgte am 28.September 1862.

1827

Johann Adam Schmitz
wurde am 5.Oktober 1771 in Odendorf bei Rheinbach geboren. Er studierte vier Jahre Jura und Theologie in Köln, wo er am 12.Juni 1796 zum Priester geweiht wurde. Er war zunächst Kaplan in Esch bei Rheinbach, ab 1.Februar 1808 Vikar in Ossendorf/ Bez.Köln, ab 18.August 1808 Pfarrer in Flamersheim, vier Jahre später Pfarrvikar in Meckenheim, 1822 Pfarrer in Lutzerath.
Pfarrer in Ahrweiler wurde er am 10.Juli 1827; hier starb er als Dechant am 30.Juli 1842.

1808

Johann Wilhelm Reichelstein
wurde am 26. Juli 1773 in Sinzig geboren, zum Priester geweiht in Köln am 21.November 1797. Er war zunächst Zisterzienser in Altenberg. 1797 wurde er Pfarrer in seiner Heimatstadt Sinzig, 1803 Kantonalpfarrer in Münstereifel und 1808 Kantonspfarrer in Ahrweiler. Zum Ehrendomherrn wurde er 1824 ernannt, Seminarregens in Trier 1827 und dort Domkapitular 1830. In Ahrweiler war er Mitglied der St. Mathias-Bruderschaft. Er starb am 13.Februar 1835.
1824 endete die Franzosenherrschaft; das Rheinland kam zu Preußen. Die Pfarreien des Regierungsbezirks Koblenz, und damit auch die Pfarrei St. Laurentius Ahrweiler, wurden ab 12.September 1824 unter die Verwaltung des Bischofs von Trier gestellt.

 1803

Josef Lemmen
wurde am 30.Nov.1746 in Kesenich geboren, studierte 1763 - 1766 bei den Jesuiten in Trier. 1767 Lehrer der griechischen Sprache in Koßfeld. 1768 bis 1772 im Jesuitenkolleg in Düsseldorf, 1773 in Büren, Priesterweihe am 25.März 1774 in Köln. 1778 war er Vikar in Blens, 1787 Pfarrer in Ramershoven und wurde 1794 Dechant des Ahrdekanates und 1803 Kantonspfarrer in Ahrweiler. Er starb hier am 22.November 1807.
Infolge der Säkularisation wurde die Abtei Prüm im Jahre 1803 aufgelöst. Damit erlosch auch die Vorherrschaft der Abtei Prüm über die Pfarrei Ahrweiler. Waren bis zur Säkularisation die Benediktiner-Mönche von Prüm unsere Seelsorger, so gehören seit dieser Zeit unsere Pfarrherren dem weltlichen Klerus an.

1799

Maurus Brühl
wurde am 25.Juli 1760 in Koblenz-Liebfrauen als Sohn des Johann Heinrich und der Anna Heuchemers geboren (WKT S.70) und auf den Namen Johannes Heinrich getauft. Am 13.November 1779 trat er in die Abtei ein und legte am 19.November 1780 die Profeß ab (OSB). Unter dem 24.Mai 1782 erhielt er die Tonsur und die niederen Weihen, am folgenden Tag die Subdiakonatsweihe. Am 14.Juni 1783 empfing er die Diakonatsweihe und am 18.September 1784 die Priesterweihe in Trier. Von 1785 bis 1788 besuchte er das Clementinische Seminar in Trier. Am 9.Juni 1791 wurde er Pastor in Herschbach (Torsy C 1205).
Die "Constitution civile" hatte den Bewohnern einer Pfarrei das Recht zuerkannt, den Pfarrer selbst zu wählen. Nachdem der Pastor Michael Erasmi in die Abtei zurückgerufen wurde, wählte Ahrweiler am 5.November 1799 den Prümer Konventualen und Pfarrer von Herschbach, Maurus Brühl. Er wurde 1800 Kantonspfarrer.
Im Jahre 1802 erfolgte die Säkularisation und damit die Aufhebung aller Klöster. Maurus Brühl verließ Ahrweiler 1803; unter dem 25.Oktober 1805 war er Kantonspfarrer, am 27. Dezember 1827 Dechant und Direktor des Progymnasiums in Cochem.
Er starb dort am 25.April 1831 (Trier, Chronik 1831, S.171).

1791

Michael Erasmi
wurde am 12.Dezember 1739 in Trier geboren (WKT S.108) und auf den Namen Matthias getauft. Unter dem 19.April 1761 trat er in die Abtei ein und legte am 19.April 1762 die Profeß ab (OSB). Die Tonsur und die niederen Weihen erhielt er am 17.September 1762, am folgenden Tag die Subdiakonatsweihe. Die Diakonatsweihe empfing er am 19.März 1763 und die Priesterweihe am 16.Juni 1764 in Trier. 1768 war er Kaplan in Seffern, im Dezember 1770 Cellearius der Abtei.
Am 14.Juli 1785 wurde er Pastor in Kesseling (Torsy C 12-09); 1788 war er Pastor in Seffern und am 21.Juli 1791 Pastor in Ahrweiler. Aufgrund einer Meinungsverschiedenheit mit der Pfarrei (siehe notarieller Akt der Gemeinde vom 30.Sept.1799 AEK, GVP 132) wurde er in die Abtei zurückgerufen. Er war Mitglied der St. Mathias-Bruderschaft in Ahrweiler.
Unter dem 9.Oktober 1800 war er Pfarrverwalter in Prüm (Weltklerus Trier S.108) und erlebte dort die Auflösung der Pfarrei im Jahre 1802. Am 8.April 1805 war er Vikar in Hillesheim und danach Schönecken. Unter dem 22.August 1808 ist er als Frühmessner in Prüm und 1809 als Vikar in Trier St. Gervasius bezeugt. Er starb am 19.Oktober 1817.
Am 19.Oktober 1794 hielten französische Truppen Einzug in Ahrweiler. Das Rheinland links des Rheins wurde französisches Staatsgebiet. Ahrweiler gehörte stets zum Ahrgaudekanat des Erzbistums Köln. Nun wurde es Kantonspfarrei und kam zum Rhein-Mosel-Departement Koblenz, Arrondissement Bonn. 1802 wurde Ahrweiler dem neu gegründeten Bistum Aachen zugeordnet.

1761

Wolfgang Kirpaul
wurde am 20.Juli 1723 Luxemburg geboren, trat am 9.September 1743 in die Abtei ein und legte am 12.September 1744 die Profeß ab. Am 2.Mai 1745 erhielt er die Tonsur, die niederen Weihen und die Subdiakonatsweihe. Die Diakonatsweihe empfing er am 25.September 1745 und die Priesterweihe am 25.September 1747. Unter dem 11.November 1756 wurde er Kaplan in Ahrweiler (Torsy C 1224). Als Pastor von Ahrweiler wurde er dem Archidiakon in Bonn am 2.April 1761 präsentiert.
1773 erbaute er das heutige Pfarrhaus. 1775 verfasste er eine Beschwerdeschrift gegen den Stadtrat. Es werde viel Geld unnütz ausgegeben. Dafür solle besser das Hospital bedacht werden, das sich in einem armseligen Zustande befinde. Er war Mitglied der St. Mathias-Bruderschaft in Ahrweiler.
Er starb am 26.Juni 1791.

1745

Gregoris Gerhards
wurde 1711 in Trier geboren und auf den Namen Johannes getauft. 1728 wurde er zum Baccalarius artium an der Universität Trier promoviert. 1730 trat er in die Abtei Prüm ein und legte 1731 die Profeß ab (OSB). Am 31.März 1733 erhielt er die Tonsur, die vier niederen Weihen und die Subdiakonatsweihe. Unter dem 18.Oktober 1733 empfing er die Diakonatsweihe und am 24.September 1734 die Priesterweihe. Am 14.Dezember 1741 wurde er Kaplan in Mürlenbach und am 16.Dezember 1745 Kaplan in Ahrweiler (Torsy C 1215). Pastor in Ahrweiler wurde er am 30.September 1756. Mitglied der St. Mathias-Bruderschaft in Ahrweiler.
Er starb am 13. März 1761.

1741

Philipp Mannebach
wurde am 22.Februar 1707 in Trier geboren und 1726 zum Baccalarius artium an der Universität Trier promoviert. 1728 legte er in der Abtei Prüm die Profeß ab. Am 30.November 1728 erhielt er die Tonsur und die niederen Weihen, am 28. Dezember die Subdiakons,  am 24.September 1729 die Diakonats und am 10.Juni 1731 die Priesterweihe in Trier. Unter dem 29.Juni 1741 wurde er als Pastor in Ahrweiler vom Erzbischof von Trier als Abt von Prüm präsentiert (LHAK IC/68 S.320); approbiert vom Generalvikar v.Franken-Sierstorp, investiert vom Offizial Lälgen in Bonn. Am 3.September 1756 wurde er zum Prior des Klosters gewählt und kehrte nach Prüm zurück.
Im Visitationsprotokoll von 1743 heißt es, dass er die Kranken besucht und den Sterbenden beisteht; er appliziert nach Vorschrift für die Pfarrei. Mitglied der St.Mathias-Bruderschaft in Ahrweiler. Er starb am 27.April 1768.

1727

Mauritius Eigel
wurde am 4.Mai 1677 in Echternach/ Luxemburg geboren und auf den Namen Johannes Bernardus getauft. Am 21. November 1702 trat er in die Abtei ein und legte am 25.November 1703 die Profeß ab. Die Tonsur und die niederen Weihen erhielt er am 5.Juni 1795, die Subdiakonsweihe am folgenden Tag. Die Diakonsweihe empfing er am 27.Februar und die Priesterweihe am 20.März 1706. 1724 war er Pastor in Büdesheim.
Am 31.März 1727 wurde er zum Pastor in Ahrweiler präsentiert (LHAK IC/64 S. 956 und Torsy C 1208).
Gleich am Anfang seiner Tätigkeit in Ahrweiler wurde die Kirche am 18.Nov. 1727 um 5 Kelche, 2 Ziborien und 5 Reliquiare, zum Teil aus Gold und Silber, beraubt. Da er später schwerhörig wurde, begehrte er 1741 abberufen zu werden. Unter dem 29.Juni 1741 resignierte er auf die Pfarrei (LHAK IC/320). 1753 konnte er das goldene Ordensjubiläum begehen (Marx 3,473 und Eckertz I 224). Er starb am 19.März 1760

1696

Primus Fey
wurde 1650 in Wehlen/ Mosel geboren und auf den Namen Johannes Adam getauft. 1671 wurde er zum Baccalarius und 1672 zum Magister artium an der Universität Trier promoviert. Am 26.Mai 1679 erhielt er die Tonsur, die niederen Weihen und die Subdiakonsweihe. Am 12.Sept. 1682 war er Kaplan in Ahrweiler (Torsy C 711). 1686 hatte er den Kreuzaltar in Ahrweiler inne. 1693 wurde er Pastor in Kesseling und war seit 1696 Pastor in Ahrweiler.
Mitglied der 1637 gegründeten St. Mathias-Bruderschaft in Ahrweiler. 1682 September 12: Sacellanus et vicarius S. Crucis et post Pastor Arweilrensis et camerarius deinde provisor (der Hl. Geist-Bruderschaft). Pfarrchronik. 1704 wird die Jugend gut unterrichtet befunden. 1715 melden die Berichte, dass er an allen Sonn- und Feiertagen für die Pfarrei appliziere. 1717 erhält er für 3 Jahre die Vollmacht, Paramente und Altargerät für seine Pfarrei zu weihen. (Torsy, S.98) 1717 Auftrag zur Lieferung einer neuen Orgel, 1723 für neue Chorfenster
Er starb 1727

1670

Erasmus Theves
stammt aus Prüm und legte am 1.Aug.1661 in der Abtei Prüm die Profeß ab. 1661 empfing er die Priesterweihe. Am 13.Juni 1670 war er Kaplan in Ahrweiler. Nach dem Schöffenbericht bei der Visitation 1686 besucht Theves die Kranken. Man möchte aber die Werktagsmessen früher gelesen haben, damit die Leute noch vor der Arbeit die hl. Messe besuchen können: im Sommer um 5 Uhr, im Winter eine Stunde später (VP 1686). 1696 wurde er vom Kloster abberufen.
Er starb am 17.Okt.1700 an der Cholera. Er war Mitglied der St. Mathias-Bruderschaft in Ahrweiler.
Am 1./2.Mai 1689 wurde Ahrweiler von den Franzosen eingeäschert. Nur 10 Häuser blieben erhalten (Chronik des Calvarienberges). Auch das Dach und der Turm der Kirche brannten. Nur langsam ging der Wiederaufbau voran.
Die Weihe der neuen Glocken fand am 24.Juli 1695 statt. (Pfarrarchiv)

1669

Paulus Molitor
1625 in Münster(eifel?) geboren und auf den Namen Peter getauft. 1648 legte er in der Abtei Prüm die Profeß ab und wurde zum Priester geweiht. 1658 in der Abtei bei der Visitation genannt (Bistumsarchiv Trier 44,6 S.302).
Am 28.Juni 1669 wurde er Pastor in Ahrweiler (Torsy C 1232). In einem Visitationsbericht heißt es, dass er täglich zelebriert und an Sonn- und Feiertagen das Hochamt hält (DA Trier 14/III). Mitglied der St. Mathias-Bruderschaft in Ahrweiler.
Er starb 1684 in Ahrweiler.

1668

Benedikt Ediger
geboren in Echternach/ Luxemburg; er legte 1637 in der Abtei Prüm die Profeß ab. Am 6.Juni 1641 bezeugt (Knauf, Defensio, S.162). 1648 und bei der Visitation 1658 als Superior/ Subperior bezeichnet (BAT 44,6 S.302). Am 20.Dezember 1668 wurde er Pastor in Ahrweiler (Torsy, Regularklerus C 1207). Er starb bereits am 22.Juli 1669, vielleicht ebenfalls an der Pest. Er war Mitglied der St.  Mathias-Bruderschaft in Ahrweiler.

 1667

Servatius Roesgen
stammte aus Ahrweiler und legte am 1.August 1661 die Profeß in der Abtei Prüm ab. 1666 empfing er die Priesterweihe. Am 9.November 1667 wurde er nach dem Tode des Servatius Otler zum Pastor in Ahrweiler präsentiert und 1668 in die Abtei zurückgerufen. Mitglied der St. Mathias-Bruderschaft (1637 gegründet).
Er starb ebenfalls an der Pest.

 1627

Servatius Otler
1595 in Vianden /Luxemburg geboren, trat er 1617 in die Abtei Prüm ein und legte 1618 die Profeß ab (OSB). Er studierte in Trier Philosophie und Theologie. 1623 schrieb er die Chronik des relationes rerum gastarum Prumiensium per fratrem Servatium Otlerum imperialis Monastreii S.Salvatoris Prumienis professum anno Domini 1623 (StB Trier Ms 1712/428). Otler war seit 1627 Pastor in Ahrweiler. Am 27.März 1630 übergab Servatius Otler dem Franziskanerpater Felix Loch die Kirche auf dem Calvarienberg Ahrweiler (Klosterchronik).
1632 zogen Schweden brandschatzend und plündernd ins Ahrtal. Durch Otlers Fürsprache wurde die Stadt Ahrweiler vor Brandschatzung bewahrt, jedoch mussten hohe Kontributionen gezahlt werden. Am 10.Juli 1646 zogen Weimarische Truppen plündernd in die Stadt ein. Die Franzosen unter General Turenne drangen in die Kirche ein, entweihten die heiligen Geräte und auch die Kirche.
Pastor Dewald von Heimersheim, der sich schützend vor die wehrlosen Frauen und Kinder stellte, die in die Kirche geflüchtet waren, wurde an den Stufen des Altars ermordet (Chronicon). Am 10.Juli 1646 wurde Pfarrer Otler von den Soldaten in Haft genommen. Am 28.Juli 1646 wurde das Gotteshaus feierlich entsühnt.
1662 entschuldigte sich Otler, dass er nicht am Kapitel teilnehmen könne: 36 Jahre sei er in der Pfarrei tätig, jetzt krank und geschwächt. Viele Feindseligkeiten habe er erdulden müssen und sei im Krieg all seiner Habseligkeiten beraubt worden.
Er war Mitglied der 1637 in Ahrweiler errichteten St. Mathias-Bruderschaft. Servatium Ottlerum, alß dieser unserer Statt Pastoren und besagter bruderschaft Praefectum Bruderschaft Sodalität Beatae Mariae Virginis (Laurentius 57).
In den Jahren der Pest 1665 bis 1667 verwandelte Otler sein Pfarrhaus in ein Krankenhaus und besucht, trotz Verbot, die Kranken. Schließlich wurde er selbst ein Opfer der Seuche und starb am 28.Oktober 1667. (LHAK Kurköln 171)
Er wurde im Chor der Pfarrkirche begraben.
Eine Straße in Ahrweiler wurde nach ihm benannt.

 1623

Heinrich Minckes
ein zweites Mal Pastor in Ahrweiler -siehe 1603- Er starb am 2.September 1626. (Schug, S.36)

 1616

Johannes Reil
war Mönch der Abtei (OSB) und 1598 Prior des Klosters. Am 17.April 1613 war er als Prior bezeugt und 1616 Pastor in Ahrweiler. Er starb 1623. (Marx, IV S.36)

 1603

Heinrich Minckes
war Mönch der Abtei und stammte aus Ahrweiler. Er legte 1593 die Profeß in der Abtei Prüm ab. 1603 wurde er Pastor in Ahrweiler, kehrte 1616 als Ökonom in die Abtei zurück. In Ahrweiler war er Mitglied der Heilig-Geist-Bruderschaft. Mitunterzeichner der Wiedergründungsurkunde der Bruderschaft zur allerseligsten Jungfrau Maria am 1.Februar 1609. 1623 wurde er zum 2.Mal Pastor in Ahrweiler. Er starb am 2.September 1626. (Marx, IV,36)

1584

Johannes Tumler
war Mönch der Abtei und ist 1584 als Pastor in Ahrweiler bezeugt (Marx 4,36). Urkundlich erwähnt am 7.August 1598 und am 1.August 1600 (Frick, Quellen..1220).1595 April 30 „...und Johanni Zumlero Pastori in Ahrweiler alß beyden provisoren und ingehörigen brudern dero geistlicher bruderschaft Sancti Spiritus uff der Ahr...".
Er starb im Januar 1603. (StA Ahrweiler; Ratsprotokoll; Pfarrarchiv)

1574

Stephan Blankart
war Mönch der Abtei und stammt aus Ahrweiler. 1570 war er Prior der Abtei und wurde am 7.September 1574 Pastor in Ahrweiler (LHAK 18/2070). Unter dem 3.Oktober 1574 (Stramberg S.515) und 1576 genannt (LHAK 10/39 S.464) Er starb 1584. Durch Bulle vom 24.August 1574 hat Papst Gregor III die Abtei Prüm den Tafelgütern der Erzbistums Trier einverleibt. Seit dem 1.September 1576 ist der jeweilige Erzbischof von Trier zugleich in Personalunion auch der Abt der Abtei Prüm (Hontheim III,S.94)

 1574

Johannes von Schöneberg
war 1574 ein Weltpriester (Marx 4,36). Die Einordnung in die Pfarrerliste ist schwierig, da weitere Urkunden fehlen.

1551

oder später Gerhard von Meckenheim
von Ahrweiler gebürtig, wurde Pfarrer zu Ahrweiler, ging aber nach Arnheim, nahm dort den reformierten Glauben an. In seinem hohen Alter kehrte er nach Ahrweiler zu seinem Bruder zurück, wurde wieder katholisch, und wollte sich wieder dem Mönchsleben widmen, starb aber an der Pest, bevor er diesen Vorsatz ausführen konnte. (Oidtmann X, S.301)

 1532

Adam Folkmann
in Boppard geboren, wurde am 16.Dezember 1483 an der Universität unter 380/94 für die artes immatrikuliert. Am 30.Mai 1485 zum Baccalarius und am 4.April 1487 zum Magister artium promoviert. 1489 als Magister der artistischen Fakultät (= a.d. Universitäten des Mittelalters die Vorläufer der heutigen philosophischen Fakultät) rezipiert und war 1493 deren Professor. 1493 Baccalarius der Theologie, 1495 Dekan der artistischen Fakultät. 1498 Rezeptor und Lizentiat der Theologie. 1501 Dekan der artistischen Fakultät, 1505/1506 Rektor der Universität Köln. 1509 Dekan der Theologischen Fakultät. 1531 Regens der Burse. Wann er Pastor in Ahrweiler war, konnte noch nicht geklärt werden. Am 24.Mai 1532 starb er als Pastor in Ahrweiler (Anm. Matrikel 380/94). Offensichtlich war er ein Weltpriester.

1518

Nikolaus von Waver
war Mönch der Abtei, 1513 Dekan des Klosters. 1518 wurde er unter 518/49 art. Mönch des Klosters Prüm und Pastor in Ahrweiler an der Universität Köln immatrikuliert. Er gehörte der Burse Laurentia an. Am 12.Juni 1520 wurde er zum Baccalarius (Lehrgehilfe) unter dem Magister Theodor de Halveren promoviert. 1536 hat er eine Verpachtung vorgenommen. Am 7.September 1574 resignierte er auf die Abtei (LHAK 18/2070). Er führte 1557 auf Anordnung des Erzbischofs Adolph die Zusammenlegung der 7 Vikarien durch. (Schorn Eiflia sacra 2,373)

 1515

Robert de Monreal ?
von Hillesheim war Mönch der Abtei und am 28.Juni 1499 unter 442/146 an der Universität Köln immatrikuliert. Wann er Pastor in Ahrweiler war, konnte noch nicht geklärt werden. Am 16.Mai 1518 und 7.März 1526 ist er als Pastor in Arnheim bezeugt.

 1513

Georg von Arnem
(auch: Arnheim) war Mönch der Abtei und 1513 Pastor in Ahrweiler (Marx 4.,36). Er starb vor dem Jahre 1520. Im Jahre 1513 zählte die Pfarrei Ahrweiler neun Vikarien.

 1500

Werner von Air
(auch: Ahr) war Mönch der Abtei und wurde 1500 als Pastor in Ahrweiler investiert (LHAK 18/435). 1535 wurde er als Dekan des Klosters genannt (Otler, Annalen f 109)
Um 1500 werden in Ahrweiler die Bruderschaften zu Ehren der hl. Dreifaltigkeit, des hl. Michael und des hl. Nikolaus gegründet. (Schug, S.24) 1506 erfolgt die Gründung der Bruderschaft zu Ehren des hl. Antonius Erem. (Krudewig 14)

 1482

Wilhelm Snetz von Grenzau
-identisch mit Wilhelm Snadeschene ?- Der Name wird weder bei Marx noch bei Theisen erwähnt. In einer Personalliste der Abtei Maria Laach, verzeichnet in "Das Bistum Trier", herausgegeben vom Max-Planck-Institut für Geschichte, heißt es, dass er wahrscheinlich 1474 die Abtei verlassen hat und vom Kölner Erzbischof die Pfarrei erhielt, wie sich aus seinem Zeugnis im Juni 1483 über die Rechte der Kölner Kirche über die Abtei ergibt. Wilhelm Snetz von Grenzau zählte zu den Gegnern der Reform in Laach 1471 (Germania sacra 31)

1482

Wilhelm Snadeschene
war Mönch der Abtei und wurde am 7.Mai 1482 als Pastor in Ahrweiler investiert. Am 9.November 1491 wurde er als Pastor in Ahrweiler genannt. (LHAK 18/473, 904)
14.Febr.1482 wird der Früßmeßaltar genannt. (LHAK Kurköln 167)
21.Juni 1492 wird urkundlich die Fronleichnams-Prozession -up sacramentz dach- erwähnt. (StaA A 271)

 1474

Friedrich von Wyltz
(auch Wiltz) war als Mönch der Abtei seit 1454 bezeugt (Metropolis). Am 19.Mai 1468 (LHAK 158/299 S.61) und am 19.Dezember war er als Kustos des Salvatorklosters Prüm (Regesten Bourscheid 214) urkundlich nachgewiesen. Unter dem 31.Dezember 1469 war er als Pastor in Weiswampach bezeugt (LHAK 18/424). Am 25.Februar 1474 wurde er Pastor in Ahrweiler. Vor dem 7.Mai 1482 wurde er in die Abtei zurückgerufen. 1475 wird in Ahrweiler eine Knabenschule erwähnt.

1470

Friedrich von Zell
war Mönch der Abtei und am 31.Januar 1470 als Pastor in Ahrweiler urkundlich nachgewiesen (LHAK 18/375). 1474 resignierte er auf die Pfarrei. Für 1487 (LHAK 18/412) und den 21.Dezember 1489 (Publ.Lux.34.302) ist er als Pastor in Weiswampach/Luxemburg bezeugt. Er starb 1491. Am 13. September 1473 erfolgte die Stiftung der Sebastianus-Vikarie. (StAK 2,166)

 1443

Nikolaus von Monreal
war Mönch der Abtei und 1422 Propst des Klosters (LHAK 18/239, 18/265). Am 7.Januar 1424 wurde er vom Papst als Propst bestätigt, als Wilhelm von Mirbach, bis dahin Propst, Pastor in Arnheim wurde (Rep.Germ.IV Sp. 2953) 1443 und 1458 als Pastor in Ahrweiler genannt (Marx 4,36; Frick Quellen..947). In seiner Amtszeit - 1440 - Ursprung des Geschehens um den Calvarienberg/ Jerusalem-Pilger (Chronik des Calvarienberges). 1469 August 7: Testament des Nikolaus von Monreal, Pastor zu Ahrweiler. Das angegebene Datum ist der Sterbetag des Pfarrer. (LHAK Prüm 2068)

 1429

Lambertus Theorici des Prumes
Lambertus Theorici des Prumes war Kleriker der Diözese und wurde am 9.Dezember 1429 Rektor der Pfarrkirche Aravilla. (Repert.Germanicum i.V. Sp.7576)

 1422

Mattheus von Münstereifel
OSB war Mönch der Abtei und 1422 zum Pastor in Ahrweiler präsentiert (LHAK 18/ Akte 20 68). 1423 wurde er an der Universität Köln unter 138/26 für das kanonische Recht als Pastor in Ahrweiler immatrikuliert. Am 17.Januar 1424 wurde er als Pastor in Ahrweiler vom Papst bestätigt (StA Trier Urk V 6). Unter dem 5.Juni 1427 war er als Pastor bezeugt. (Regesten Bourscheid 108).

1422

Wirich Kolvo von Wettelenhoven
(Vettelhofen) OSB war Mönch der Abtei Prüm und vor dem Jahre 1422 Pastor in Ahrweiler. Unter dem 17.Januar 1424 wurde der Nachfolger F. Mattheus von Münstereifel als Pastor vom Papst bestätigt (StA Trier Urk V 6, Rep.Germ.IV 2742)

1421

Johannes de Wydenvelt
(Vindevelt) Er wurde am 10.März 1421 providiert mit Pfarrei Ahrweiler für den Fall, dass der Streit um die Pfarrei mit F. Wilhelm von Mirbach OSB, Propst der Abtei Prüm, und Johannes de Arwilre unentschieden ausgehen wird. (Rep.Germ.IV Sp.2509).

1412

Wilhelm von Mirbach
war am 4.April 1404 Mönch der Abtei Prüm (Urkunde der Pfarrei Münstereifel) und am 14.Mai 1408 Dekan des Klosters. 1412 wurde er vom Abt zum Pastor in Ahrweiler dem Archidiakon (Archidiakon: Im Mittelalter Vertreter des Bischofs) in Bonn präsentiert, nach dem Tod oder Resignation des Friedrich von Breitsbeck am 1.Januar 1423 als Dekan bezeugt. Unter dem 7.Januar 1424 als Pastor in Arnheim/Holland genannt (Rep.Germ. Repertorium Germanicum IV Sp.2953). Am 29.Juni 1427 als Propst des Klosters Prüm bezeugt (StA. Trier Urk O1). Nach Schorn, Eiflia sacra... S.363:...lebte Ende des 14.Jahrhunderts als Dechant zu Prüm ein Wilhelm von Mirbach. Ein Neffe soll im Jahre 1412 als Propst daselbst gewesen sein.

 1412

Friedrich von Breitsbeck
resignierte 1412 oder er starb zu dieser Zeit als Pastor von Ahrweiler. Unbekannt ist, ob er Profeß in Prüm oder ein Weltpriester war. 1412 Mai 30 erfolgte die Stiftung des Dreikönigsaltars in der Pfarrkirche zu Ahrweiler. (Pfarrarchiv)

1394

Gerhard Blankart
Mönch der Abtei (OSB). Am 10.September 1394 (Frick, Landskron 1376) und am 1.Januar 1408 als Pastor in Ahrweiler und auch sein Bruder Dietrich urkundlich nachgewiesen. (Landskron 631). In seiner Amtszeit erfolgte 1403 (?) die Gründung der St. Sebastianus-Bürgerschützengesellschaft in Ahrweiler. Am 1.Januar 1408 wird der Nikolaus-Altar genannt. (LHAK Prüm 2068)

 1383

Johann (vom Stein ?)
1383 April 24 Johann, Vizepastor bzw. Rektor der Pfarrkirche zu Ahrweiler, bekundet, dass er der Dotation des in seiner Kirche von Gobelin Hughin errichteten Altars billigt. (REK IX 573)

1380

Johann von Yffelsburg
Mönch der Abtei Prüm - 1380 urkundlich erwähnt (Joerres, Steinfeld S.280). Am 17.Januar 1380 Pastor in Ahrweiler (LHAK 158/43 Urk.Liebfrauenstift Trier). Am 18.Februar 1383 als Pastor (Joerres, Steinfeld S-.280) und auch 1389 als Pastor genannt.

 1369

Johannes von Stein
(de Paide, de Lapide) war Mönch der Abtei Prüm und auch Dekan des Klosters (StAK 2.892). Am 14.Juni 1369 wurde er Pastor in Ahrweiler nach dem Tod seines Mitbruders Hermanus de Belle (LHAK 18/129). In der Stiftungsurkunde vom 3.März 1383 wird er als Pfarrverweser bezeichnet. (LHAK Kurköln 892; Frick,Quellen...825). Am 24.September 1370 ist er als Pastor in Ahrweiler bezeugt (LHAK 18/134). 1383 Residenz-Dispenz für Johann vom Stein, Pfarrer zu Arwilre (LHAK Prüm 2068)
26.Juni 1370 wird der Altar, der den hll.Drei Königen, dem hl.Chrisant und der Daria geweiht ist, genannt. (LHAK Kurköln 162)

 1350

Hermanus de Belle
war Mönch der Abtei (OSB=Orden der Benediktiner) und wurde 1350 von Johann, Abt zu Prüm als Pfarrer von Ahrweiler präsentiert. (LHAK 18/2068). 1354 (Otler, Annalen...f.68) und 29.Dezember 1362 (Frick, Quellen...747) als Pastor bezeugt. Er starb vor dem 14.Juni 1369.
1351 Januar 1 erfolgte die Stiftung eines Altars zu Ehren der Mutter Gottes, des hl. Kreuzes, des hl. Georg und der hl. Katharina und am 13. Jan.1351 Stiftung eines Altares zu Ehren der hl. Drei Könige, des hl. Severin, der hl. Barbara und der hl. Märtyrer Chrysanthus und Daria (StaA 21; REK VII 117)

1347

Tilmann von Kolvo
war Mönch der Abtei Prüm und wird 1347 bis 1351 als Pastor nachgewiesen. In seiner Zeit erfolgte die Stiftung der Apostelvikarie. Pfarrer Tilmann von Ahrweiler, genannt in der Urkunde vom 12.Januar 1351 (REK VI 117)

 1347

Johannes Zandt von Merle
war Mönch der Abtei Prüm und wird ohne Jahresangabe als Pfarrer von Ahrweiler angegeben. Von 1350 bis 1354 war er Abt der Abtei Prüm. Er starb 1354, Abt. Johannes hat (nach Schorn: EifLia sacra, S.362) "viel gelitten von dem Trierisch. Kurfürst Balduino, der Abtei auff allerlei weiß zu erwischen nachtrachtete".

1333

Johannes von Lyssenich
war Mönch der Abtei Prüm und wird am 24.März 1333 als Pfarrer von Ahrweiler genannt. Bei der Besetzung der neugestifteten Johannes-Vikarie (10.Februar 1334) wird er als Zeuge genannt. (Marx 4,35) Am 1.Februar 1333 erfolgte die Errichtung der Johannes-Baptist Vikarie (Schug, S.19)

 1298

Giselbert von Kailemunte
1298 April 15 Urkunde, besiegelt von den beiden köln. Domherren Giselbert von Kailemunte (Kallmuth), Pastor zu Arwilre, und Bruno, Pleban daselbst. (LHAK Prüm 2068)
Am 2.Februar 1325 erfolgte Stiftung der Vikarie zu Ehren des hl. Kreuzes und der hl. Maria (Stadtarchiv)

 1297

Bruno von Ahrweiler
1297 Juni 25 Bruno von Ahrweiler tritt erstmals als Zeuge einer Urkunde des Klosters Schweinheim als Bruno, Pleban von Ahrweiler und Domkanoniker auf. (HSTAD Schweinheim 13)
Am 13.Juli 1316 errichtet er ein umfangreiches Testament als Bruno de Arwilre presbyter canonicu Coloniensis.
(Höroldt Ulricke, Studien zur politischen Stellung des Kölner Erzstifts)

1272

Magister Vogelo
Kanoniker von St. Aposteln in Köln, wurde am 15.Januar 1272 durch Erzbischof Engelbert als Pastor investiert. (Stramberg Nr. 792; StAK UrkPrüm)

1269

Fr. Richard
aus dem Konvent von Prüm wird von Abt Godefried von Prüm zum ersten Pfarrer von Ahrweiler nach dem Neubau ernannt (Marx 4,35 ohne Jahreszahl)

1258

oder 1269 Bau der jetzigen Pfarrkirche
„Anno d(omi)ni 1258 ist dero statt Arweiler pfarrkirche erbauet worden".
Aus: Register dero Gilden binnen statt Arweiler (StaA A 480)
„Abbas Joffredus sacras facit Arweiler aedes". Das Chronogramm ergibt die Jahreszahl 1269
(nach Clemen, 1938)

1249

Gründung der fraternitatis s.Spiritus in Arkowe duodescium fratibus sacerdodibus (Heilig-Geist-Bruderschaft) (Pfarrarchiv)

1241

Henricus Grunewalt
war 1241 "ecclesiasticus Arwilre", also Pastor in Ahrweiler  (Joerres Steinfeld S.66)

1239

Zeugnis für das Vorhandensein einer Kirche in Ahrweiler:sita in Arwilre in loco, qui dicitur retro ecclesiam. (UB Steinfeld)

1220

Rabado
wird 1220, zugleich Kanonikus und Notar des Erzbischofs Adolph von Köln, als Pastor genannt: "Ego Rabado canonicus Nuxiensis et Pastor in Arwilre et in Else... notarius domini Adolfi Coloniensis archiepiscopi..." (Lacomblet I 89; MRR II) (Lacomblet, Nr.89)

1210

Das erste Verbrüderungsbuch der St. Matthias-Bruderschaft ist vor 1210 entstanden.
(H.G.Klein: Die St. Matthias-Bruderschaft, 1996)

1204

Dem Kloster Sayn, Tochter von Steinfeld, werden Rechte in der parochia Arewilre zugesprochen.
(UB Steinfeld 41)

1162

„An Stelle der Kirche, die der im Jahre 1162 gestorbene Abt Goffred von Prüm gemäß Registern dieser Abtei im Jahre 1162 erbaut hatte..."

1106

In den „Annalen Rodenses" ist die Rede von einer Kirche in Ahrweiler (MRRR I/2251)

1067

Erste Erwähnung des Ahrgau-Dekanates (auch Ahr-Christianität genannt) (Lacomblet I/85)

1044

Juli 25 wird eine Kirche von Kaiser Heinrich III dem Kloster Prüm als Eigenbesitz bestätigt.
(URB.B. I/321)

1000

um 1000 gibt es etwa 10 Klosterhöfe und 10 Adelshöfe in Ahrweiler.

900

Gegen Ende des 9.Jahrh. betreute die Abtei Prüm etwa 100 Eigenkirchen. Eine Kirche soll schon vor 900 in Ahrweiler gestanden haben. Über diese Eigenkirchen war der Abt alleiniger Herr.
(Haubrichs: Die Kultur der Abtei Prüm zur Karolingerzeit, S.44, Bonn)

893

wird Ahrweiler erstmals in dem Güterverzeichnis der Abtei Prüm, dem Registrum Prumiense, aus dem Jahre 893 genannt. Lateinische Ausführung von 1222 durch den damaligen Abt  Caesarius.
(LHAK 18/2087)

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Stand: 05.03.15

 

 

 

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Stand: 05.03.15