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Katholische Kirchengemeinde
Sankt Laurentius Ahrweiler

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2006
Pfarrfest 2006

 

Pfarrfest St. Laurentius am 04.08.06 - 6.08.06

St.-Laurentius-Gemeinde feierte zum 19. Mal
(von Alfred Oppenhoff)

Wie schon in all den Jahren zuvor bot das Pfarrfest der Ahrweiler Pfarrgemeinde St. Laurentius mit einem bunten und abwechslungsreichen Programm von Freitag bis Sonntag Unterhaltsames für Große und Kleine, Alte und Junge. Was mit einem Seniorengottesdienst und Krankensalbung mit anschließender Kaffeetafel in der © Gausmann-PressefotoZehntscheuer sowie der 14. Open-Air-Veranstaltung „Lau-Rock“ der katholischen Jugend auf dem Marktplatz am Freitag begann, hatte seinen unterhaltsamen Höhepunkt im Bunten Abend in den Abendstunden des Sonntags.

Das „Lau-Festival“ am Freitag wurde leider nicht vom Wetter begünstigt. Gab es kurz vor der Eröffnung des Abends schon ein Gewitter, musste zu vorgerückter Zeit infolge eines weiteren Gewitters das Konzert vorzeitig abgebrochen werden. „No Mercy“ und „Marks Eight“ hatten noch ihren Auftritt, doch nicht mehr „Agony of Choice“, die dritte Band des Abends.

 

© Gausmann-PressefotoDas gut besuchte Festhochamt am Samstag, mitgestaltet vom Kirchenchor, zelebrierte Weihbischof Msgr. Dr. Stephan Ackermann in Konzelebration mit den Geistlichen der Pfarrei. Er hatte im Laufe der Woche seinen Dienst im Studienhaus in Lantershofen beendet und sozusagen im Übergang in sein neues bischöfliches Amt der Gemeinde von St. Laurentius seinen Besuch abgestattet. „Wie könnte ich die Ahr verlassen, ohne mich von Ahrweiler zu verabschieden?“

 

Ein anschließender gemütlicher Dämmerschoppen, der sich noch lange hinzog, vereinte die Gemeindeangehörigen mit ihren Gästen an den Tischen draußen auf dem Marktplatz. Tobias Marx, schon seit Jahren im Pfarrfest-Team dabei, sorgte als Alleinunterhalter für den dezenten musikalischen Background.

Der morgendliche Kinder- und Familiengottesdienst am Sonntag war ganz auf diese Gruppen eingestellt und die Gottesdienstbesucher wurden mit einem symbolischen Gebäck, wie die Besucher aller Gottesdienste des Pfarrfestes, beim Ausgang bedacht. Die kdf-Frauen versorgten Hungrige zur Mittagszeit mit einem Salat- und später mit einem Kuchenbüfett in der Zehntscheuer, während auf dem Marktplatz am Essenstand verheißungsvoller Duft den ganzen Tag über bis in den späten Abend hinein lecker Gebrutzeltes verhieß.

Mit großem Interesse wurden auch die Programmpunkte des Nachmittags angenommen. Da war zunächst ein Orgelkonzert „Orgel und Wein“, zu dem Klaus Dieter Holzberger die passende Musik herausgesucht hatte: Die „California Wine Suite“ von Hans Uwe Hielscher. Diese Suite setzt in acht Sätzen in einer Art „musikalischer Degustation“ die Geschmacksrichtungen einiger bekannter Rebsorten in Musik um. Textliche Erläuterungen zu diesen musikalischen Besonderheiten steuerte Ahrweinkönigin und Ahrweiler Burdundia Diana Knieps bei.

Den schon üblichen Vortrag steuerte Dechant Jörg Meyrer bei, zusammen mit Frank Weiland. Ihr Thema: Das Projekt 2020 – unser Weg im Dekanat Ahr-Eifel“, das sich schon jetzt mit der künftigen Gemeinde-Struktur auf der Dekanats-Ebene in der Diözese auseinander setzt.

Nach dem Abendgottesdienst – ganz auf die Jugend abgestimmt – füllten sich die Tische und Bänke auf dem Marktplatz mit einem vielköpfigen, erwartungsfrohen Publikum, denn für diese Zeit war der das Pfarrfest abschließende Bunte Abend angesagt. Die Moderation für das abwechslungsreiche Programm hatte Ortsvorsteher Horst Gies übernommen, der es fast meisterlich verstand, von einem Programmpunkt auf den nächsten überzuleiten und keine Langeweile aufkommen zu lassen.

© Gausmann-PressefotoIm Mittelpunkt des Abendprogramms stand keine abendfüllende Spielschau, wie in den Jahren zuvor, sondern ein einzelner Mann, der mit seiner Kunst einen heiteren Spannungsbogen über alle Auftritte zu spannen verstand: Pater Herman Bickel, „Zauberpater“ der Steyler Mission, auf den die Aussage „bekannt von Funk und Fernsehen“ auch wirklich zutrifft. Mit nur geringen Hilfsmitteln verblüffte er immer aufs Neue seine Zuschauer bei seinen Zaubereien. Mit einer ganz erstaunlichen Fingerfertigkeit brachte er seine Kunststückchen vor. Man konnte noch so sehr aufpassen und dem Zauberpater auf die Finger schauen, wie er es fertig gebracht hatte, sein Kunststück zu vollbringen, blieb doch ein Rätsel. Er schaffte es beispielsweise, die Bespannung seines Schirms vom Schirm gelöst in eine Röhre zu bringen und einzelne bunte Tücher aus der Röhre an den Schirm zu hängen.

Eingebettet in diese Zauberszenen, zu denen Pater Bickel sich Assistenten im Publikum und auch unter den Kindern suchte, standen an diesem Abend die Gruppen der Gemeinde auf der Bühne, deren Wirken mehr im Hintergrund liegt: Gruppen in der Pfarrei, die im Stillen tätig sind, wie es Horst Gies treffend nannte. Den Auftakt bildete ein Gespräch mit Mitarbeitern im Krankenbesucherdienst und auch im Gratulationsdienst. Und auch noch eine Aufgabe hatten weitere Gemeindeangehörige übernommen: Alle Zugezogenen als neue Pfarrangehörige in der Gemeinde willkommen zu heißen. Auch andere, die im Verborgenen ihre Aufgaben erfüllen, wie beispielsweise die Krippenbauer oder auch die Dingler, konnten über ihre Tätigkeit berichten.

Und zwischen diesen einzelnen Unterhaltungen gab es unterhaltsame Szenen, zum Teil mit dem Zauberpater, oder Spieleinlagen wie eine heitere Modenschau der Frauengemeinschaft oder Saxophonsoli, vorgetragen von Frank Heuser.

Ein besonderer Auftritt war den Ausführenden der im Laufe der Woche stattfindenden Aufführungen der Operette „Die Weinteufel“ mit dem Initiator und Mitautor Gisbert Stenz mit einigen Gesangsproben vorbehalten.

Den Abschluss auf der Bühne machten Kaplan Toth und 13 Messdiener, die im Laufe des Tages von einem europäischen Messdienertreffen mit Papst Benedikt in Rom zurückgekehrt waren und von ihren Erlebnissen berichteten.

Das Schlusswort blieb dem Pfarrherrn vorbehalten, der allen Mitwirkenden, auf, vor und hinter der Bühne dankte, denn das Pfarrfest war wieder ein voller Erfolg. Und klanglich den Schlusspunkt des Abends – oder muss man sagen der Nacht – setzten die Dingler, die zu nächtlicher Stunde ihr Können mit den Glocken von St. Laurentius erklingen ließen.

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