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St.-Laurentius-Gemeinde
feierte zum 19. Mal
(von Alfred Oppenhoff)
Wie
schon in all den Jahren zuvor bot das Pfarrfest der
Ahrweiler Pfarrgemeinde St. Laurentius mit einem bunten
und abwechslungsreichen Programm von Freitag bis Sonntag
Unterhaltsames für Große und Kleine, Alte und Junge. Was
mit einem Seniorengottesdienst und Krankensalbung mit
anschließender Kaffeetafel in der Zehntscheuer
sowie der 14. Open-Air-Veranstaltung „Lau-Rock“ der
katholischen Jugend auf dem Marktplatz am Freitag begann,
hatte seinen unterhaltsamen Höhepunkt im Bunten Abend in
den Abendstunden des Sonntags.
Das
„Lau-Festival“ am Freitag wurde leider nicht vom
Wetter begünstigt. Gab es kurz vor der Eröffnung des
Abends schon ein Gewitter, musste zu vorgerückter Zeit
infolge eines weiteren Gewitters das Konzert vorzeitig
abgebrochen werden. „No Mercy“ und „Marks Eight“
hatten noch ihren Auftritt, doch nicht mehr „Agony of
Choice“, die dritte Band des Abends.
Das
gut besuchte Festhochamt am Samstag, mitgestaltet vom
Kirchenchor, zelebrierte Weihbischof Msgr. Dr. Stephan
Ackermann in Konzelebration mit den Geistlichen der
Pfarrei. Er hatte im Laufe der Woche seinen Dienst im
Studienhaus in Lantershofen beendet und sozusagen im Übergang
in sein neues bischöfliches Amt der Gemeinde von St.
Laurentius seinen Besuch abgestattet. „Wie könnte ich
die Ahr verlassen, ohne mich von Ahrweiler zu
verabschieden?“
Ein
anschließender gemütlicher Dämmerschoppen, der sich
noch lange hinzog, vereinte die Gemeindeangehörigen mit
ihren Gästen an den Tischen draußen auf dem Marktplatz.
Tobias Marx, schon seit Jahren im Pfarrfest-Team dabei,
sorgte als Alleinunterhalter für den dezenten
musikalischen Background.
Der
morgendliche Kinder- und Familiengottesdienst am Sonntag
war ganz auf diese Gruppen eingestellt und die
Gottesdienstbesucher wurden mit einem symbolischen Gebäck,
wie die Besucher aller Gottesdienste des Pfarrfestes, beim
Ausgang bedacht. Die kdf-Frauen versorgten Hungrige zur
Mittagszeit mit einem Salat- und später mit einem Kuchenbüfett
in der Zehntscheuer, während auf dem Marktplatz am
Essenstand verheißungsvoller Duft den ganzen Tag über
bis in den späten Abend hinein lecker Gebrutzeltes verhieß.
Mit
großem Interesse wurden auch die Programmpunkte des
Nachmittags angenommen. Da war zunächst ein Orgelkonzert
„Orgel und Wein“, zu dem Klaus Dieter Holzberger die
passende Musik herausgesucht hatte: Die „California Wine
Suite“ von Hans Uwe Hielscher. Diese Suite setzt in acht
Sätzen in einer Art „musikalischer Degustation“ die
Geschmacksrichtungen einiger bekannter Rebsorten in Musik
um. Textliche Erläuterungen zu diesen musikalischen
Besonderheiten steuerte Ahrweinkönigin und Ahrweiler
Burdundia Diana Knieps bei.
Den
schon üblichen Vortrag steuerte Dechant Jörg Meyrer bei,
zusammen mit Frank Weiland. Ihr Thema: Das Projekt 2020
– unser Weg im Dekanat Ahr-Eifel“, das sich schon
jetzt mit der künftigen Gemeinde-Struktur auf der
Dekanats-Ebene in der Diözese auseinander setzt.
Nach
dem Abendgottesdienst – ganz auf die Jugend abgestimmt
– füllten sich die Tische und Bänke auf dem Marktplatz
mit einem vielköpfigen, erwartungsfrohen Publikum, denn für
diese Zeit war der das Pfarrfest abschließende Bunte
Abend angesagt. Die Moderation für das abwechslungsreiche
Programm hatte Ortsvorsteher Horst Gies übernommen, der
es fast meisterlich verstand, von einem Programmpunkt auf
den nächsten überzuleiten und keine Langeweile aufkommen
zu lassen.
Im
Mittelpunkt des Abendprogramms stand keine abendfüllende
Spielschau, wie in den Jahren zuvor, sondern ein einzelner
Mann, der mit seiner Kunst einen heiteren Spannungsbogen
über alle Auftritte zu spannen verstand: Pater Herman
Bickel, „Zauberpater“ der Steyler Mission, auf den die
Aussage „bekannt von Funk und Fernsehen“ auch wirklich
zutrifft. Mit nur geringen Hilfsmitteln verblüffte er
immer aufs Neue seine Zuschauer bei seinen Zaubereien. Mit
einer ganz erstaunlichen Fingerfertigkeit brachte er seine
Kunststückchen vor. Man konnte noch so sehr aufpassen und
dem Zauberpater auf die Finger schauen, wie er es fertig
gebracht hatte, sein Kunststück zu vollbringen, blieb
doch ein Rätsel. Er schaffte es beispielsweise, die
Bespannung seines Schirms vom Schirm gelöst in eine Röhre
zu bringen und einzelne bunte Tücher aus der Röhre an
den Schirm zu hängen.
Eingebettet
in diese Zauberszenen, zu denen Pater Bickel sich
Assistenten im Publikum und auch unter den Kindern suchte,
standen an diesem Abend die Gruppen der Gemeinde auf der Bühne,
deren Wirken mehr im Hintergrund liegt: Gruppen in der
Pfarrei, die im Stillen tätig sind, wie es Horst Gies
treffend nannte. Den Auftakt bildete ein Gespräch mit
Mitarbeitern im Krankenbesucherdienst und auch im
Gratulationsdienst. Und auch noch eine Aufgabe hatten
weitere Gemeindeangehörige übernommen: Alle Zugezogenen
als neue Pfarrangehörige in der Gemeinde willkommen zu
heißen. Auch andere, die im Verborgenen ihre Aufgaben erfüllen,
wie beispielsweise die Krippenbauer oder auch die Dingler,
konnten über ihre Tätigkeit berichten.
Und
zwischen diesen einzelnen Unterhaltungen gab es
unterhaltsame Szenen, zum Teil mit dem Zauberpater, oder
Spieleinlagen wie eine heitere Modenschau der
Frauengemeinschaft oder Saxophonsoli, vorgetragen von
Frank Heuser.
Ein
besonderer Auftritt war den Ausführenden der im Laufe der
Woche stattfindenden Aufführungen der Operette „Die
Weinteufel“ mit dem Initiator und Mitautor Gisbert Stenz
mit einigen Gesangsproben vorbehalten.
Den
Abschluss auf der Bühne machten Kaplan Toth und 13
Messdiener, die im Laufe des Tages von einem europäischen
Messdienertreffen mit Papst Benedikt in Rom zurückgekehrt
waren und von ihren Erlebnissen berichteten.
Das
Schlusswort blieb dem Pfarrherrn vorbehalten, der allen
Mitwirkenden, auf, vor und hinter der Bühne dankte, denn
das Pfarrfest war wieder ein voller Erfolg. Und klanglich
den Schlusspunkt des Abends – oder muss man sagen der
Nacht – setzten die Dingler, die zu nächtlicher Stunde
ihr Können mit den Glocken von St. Laurentius erklingen
ließen.
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