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Katholische Kirchengemeinde
Sankt Laurentius Ahrweiler
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2006
Meßdiener

 

„Mit Gott wird es nie langweilig”

Internationale Ministrantenwallfahrt in Rom:
1000 Messdiener aus dem Bistum Trier bei Papst Benedikt XVI.

Die heißesten Tage des Jahres haben über 1000 junge Meßdienerinnen und Meßdiener aus dem Bistum Trier in Italien verbracht. Doch sie bräunten sich nicht etwa am Strand des Mittelmeeres, sondern pilgerten im Rahmen der internationalen MinistrantInnenwallfahrt mit 46.000 Gleichgesinnten nach Rom.

“Wir haben eine ereignisreiche und sehr heiße Woche in Rom erlebt”, bilanzierte Weihbischof Jörg Michael Peters beim Abschlussgottesdienst der Trierer Bistumspilger, der in der Basilika St. Paul vor den Mauern stattfand. Sieben anstrengende Tage mit jeder Menge Messen, Besichtigungen, aber auch gemütlichen Momenten gingen nun zu Ende. Mit Blick auf das Motto der Wallfahrt “Spiritus vivifivat – Der Geist macht lebendig” stellte der Weihbischof fest: “Der Heilige Geist ist unter uns spürbar geworden”. Er erinnerte vor allem an den Höhepunkt der Wallfahrt: Die Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI. Zusammen mit rund 46.000 Messdienern aus ganz Europa erlebten die Ministranten aus dem Bistum Trier eine stimmungsvolle Audienz auf dem voll besetzten Petersplatz. “Benedetto! Benedetto!” skandierten immer wieder tausende junge Menschen. Fahnenschwenkend und mit bunten Mützen und Hüten ausgestattet, trotzten sie lautstark den heißen Temperaturen auf dem Petersplatz. Unter den Mützen ragten jene magentafarbenen des Bistums Trier hervor, auf denen die Nummer des jeweiligen Busses aufgenäht war. Ganz vorne beim Papst durfte ein Pilger aus dem Bus 10 des Bistums Trier Platz nehmen: Weihbischof Peters. Als einziger Bischof trug er eine Mütze seines Heimatbistums und schwenkte sie im Takt der Lieder mit.

Der Heilige Vater erhielt als einziger ein weißes Pilgertuch, das ihm von Vertretern des CIM („Coetus Internationalis Ministrantium“ oder Internationaler Ministrantenbund, der seit 1962 und zuletzt 2001 die Wallfahrten der Meßdiener organisiert) überreicht wurde. Die Ministranten waren alle mit bunten Pilgertüchern erschienen. Deutliche dominierten die 35.000 hellblauen deutschen Tücher den Petersplatz. Der Papst erinnerte sich an seine eigene Zeit als Messdiener vor über 70 Jahren. Er verglich die Ministranten mit den Aposteln Jesu: “Christus möchte mit euch einen Freundschaftsbund schließen, so wie er es mit den Aposteln gemacht hat”. Die Kraft des Glaubens solle in die Gesellschaft hinausgetragen werden. Abschließend rief der Papst den Ministranten zu: “Seid immer Freunde und Apostel Jesu”. Die Ministranten aus dem Bistum Trier waren sehr bewegt von der Audienz. Das ist schon sehr ergreifend, mit so vielen Menschen hier den Papst zu erleben.

Am Vorabend der Generalaudienz hatte der Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn, eine Messe auf dem Petersplatz gefeiert. Er wisse, sagte der Kardinal, daß es in der heutigen Gesellschaft nicht leicht sei, sich als Christ und Meßdiener zu bekennen, ohne Hohn und Spott ausgesetzt zu werden. Diese Wallfahrt sei auch dazu da, im gemeinsamen Erlebnis zu erkennen, daß man nicht allein sei mit seiner christlichen Überzeugung. Er rief den Ministranten zu: „Ihr seid keine Schrullis, keine Außenseiter, sondern wichtige Zeugen der christlichen Botschaft“.

Mit 19 Bussen waren die Bistumsministranten in der Ewigen Stadt unterwegs. Einen Zwischenstopp legten sie bei der Anreise in Assisi ein, wo in der Basilika des Heiligen Franziskus ein Auftaktgottesdienst gefeiert wurde. In Rom konnten die einzelnen Gruppen aus den Pfarreien auf Entdeckungstour gehen. Es galt, die vielen altertümlichen Sehenswürdigkeiten, Kirchen, Plätze, Brunnen und mehr zu entdecken. Jede Gruppe konnte sich eigene Ziele setzen. Sehr beliebt waren die Vatikanischen Museen, die Katakomben sowie die Kuppel des Petersdomes und das Grab Johannes Paul II. Mit 13 Teilnehmern war auch unsere Pfarrei bei dieser Wallfahrt vertreten. Sicherlich war es eine sehr anstrengende Fahrt gewesen, doch hat es sich sicherlich gelohnt.

Die Trierer Wallfahrtsleiter zogen eine positive Bilanz der Wallfahrt. Das Gemeinschaftserlebnis in der großen Masse und in den kleinen Gruppen sowie die Begegnung mit dem Heiligem Vater werden sicher neuen Schwung in die Jugendarbeit bringen. Diözesanjugendpfarrer Ralf Pius Krämer dankte allen Gruppenleitern, Betreuern, Romführern, Priestern und Pastoralreferenten, Hotelverantwortlichen, Teammitgliedern, Busfahrern und dem Weihbischof für ihre Beiträge zum Gelingen der Wallfahrt. Auch aus den Reihen der Ministranten waren durchweg positive Stimmen zu hören. “Die Begegnung mit dem Papst und das Zusammensein in der Gruppe waren sehr beeindruckend”, war ein oft zu hörender Satz gewesen.  

Auch wenn einige von uns noch die Anstrengungen des gerade erst vergangenen Zeltlagers in den Knochen spüren konnten, war es eine Fahrt die viele Eindrücke bei uns hinterlassen hat. Die Bandbreite zwischen Papstaudienz, Gottesdiensten und einem Bad im Albaner See,  war zwar recht groß, doch haben sich doch haben alle wohl gefühlt, wenn auch manchmal die Beine nicht mehr so richtig konnten.

Eine Meßdienerin brachte die Stimmung bei der Abschlussmesse in St. Paul auf den Punkt, als sie in einer Fürbitte sprach: “Mit Gott wird es nie langweilig. Das haben wir bei dieser Wallfahrt erlebt”. So schlicht sich dieser Satz vielleicht auch anhören mag, es war wirklich so.

 

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