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Katholische Kirchengemeinde
Sankt Laurentius Ahrweiler
Katholischer Kirchenchor St. Laurentius

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2006
Chor-Ausflug

 

Jahresausflug 2006 Dresden und Prag
(16.07. - 24.07..2006)

„Wem Gott will recht Gunst erweisen...“  
„...den schickt er in die weite Welt“ unter diesem Motto reiste eine große Gruppe des 
Chores der St. Laurentiuskirche nach Dresden und Prag.

Bei herrlichstem Sonntagswetter begann die Reise in Ahrweiler und führte zum Mittagessen nach Erfurt, nicht ohne das traditionelle Weinfrühstück mit Brötchen unterwegs genossen zu haben. Im Luther-Keller zu Erfurt erwartete die Gruppe dann gleich eine Überraschung, denn hier wurde der leckere Schweinebraten nur mit Holzlöffel und Messer serviert, eben wie im späten Mittelalter auch bei Familie Luther üblich, die hier im alten Augustiner Kloster wohnte.
Am frühen Abend war das Altstadt nahe Hotel in Dresden erreicht und die Erkundigungen begannen für einige schon zum Abendessen.
Zwei herzliche Reiseführerinnen begleiten die Chorgruppe von nun an, zunächst mit dem Bus am nächsten Morgen durch die Neustadt und anderem zu berühmten Molkerei Pfunds und Außenbezirke von Dresden zum Beispiel über die „das blaue Wunder“ genannte Brücke in die angrenzenden Weinberge und Dörfchen, dann zur Führung durch die weltberühmte Frauenkirche und die Semperoper und im Anschluss zu Fuß durch die Altstadt mit ihrem alten Schloss, der Hofkirche und dem Zwinger. Wer dann noch nicht genug Historie geschnuppert hatte konnte noch auf eigene Faust zum Beispiel das grüne Gewölbe, die Schatzkammer August des Starken besuchen. Ein Besuch in einem der zahlreichen Biergärten oder auf der Bühlschen Terrasse an der Elbe war für viele ein gelungener Tagesabschluss.
Das Schloss Pilnitz mit seinem weltbekannten Parkanlagen an der Elbe wurde an diesem Morgen als erstes angefahren und erforscht, dann ging es weiter in die sächsische Schweiz. Sie gehört sicher zu den meist besuchten Flussabschnitten der Elbe. Sie fließt hier durch die beeindruckende Kulisse des Sandsteingebirges, das die Erdgeschichte hier zurück gelassen hat.

Selbstverständlich wollten auch die Ahrtaler hier einen Besuch machen. Eine Gruppe nährte sich den Felsen zu Fuß und von unten, die andere Fuhr mit dem Bus nach oben und hatte einen wunderbaren Panoramablick bis weit ins Hinterland Sachsens. Je eine Reiseführerin begleitete die Gruppen und zeigte alles Sehenswertes wie die Festung Königstein oder den schönsten Picknickplatz der Umgegend. Mit der Elbfähre konnte man wieder zusammen kommen und den Abend in Dresden genießen.
Weitere geschichtsträchtige Orte wurden am nächsten Tag unter die Füße genommen: Moritzburg, das Wasserschoß, ursprünglich nur das Jagdhaus August des Starken und anschließend Meißen stand auf dem Programm, zunächst selbstverständlich die Porzellanmanufaktur und dann die wunderbare Altstadt am Berge auf dem das Schloss und der Dom sich über das Land erhebt, abends in Dresden sahen dann einige Mitfahrer in der Semperoper die West Side Story, andere erlebten im Zwinger die Ballettaufführung unter freiem Himmel vom Sommernachtstraum bei wirklich sommerlichen Abendwetter.
Der klimatisierte Bus brachte die Reisegesellschaft schnell und sicher in die Lausitz, dem alten Stammland der Sorben und seinem Zentrum Bautzen mit dem Dom, der schon seit Reformationstagen eine Simultankirche ist, auch hier stehen wieder die Kirche , der Burgfried und das alte Rathaus auf einem Berg, also waren gute Kondition und geeignetes Schuhwerk wieder gefragt. Zuvor wurde das 750 Jahre alte Kloster der Zisterzienser St. Marienstern besucht und hier der Mutter Gottes ein kleines Ständchen gebracht.

Bei de Hitze war es keim Wunder, dass die Besichtigung der Raderberger Brauerei mit anschließender Bierverkostung zum Höhepunkt des Tages wurde.
Die Kirnitzschklamm, ein aufgestautes Flüsschen zwischen enormen Felsen in einem Naturschutzgebiet kann nur zu Fuß erreicht werden oder mit dem Pferdefuhrwerk. Der Weg führte unaufhörlich bergab und zu einer Bootanlegestelle. Hier bestieg die Gruppe die Schiffchen und wurden von Schiffern durch die Klamm bis an den Staudamm aus Holz gerudert. Im kühlen Wald war dies ein ganz besonderes Erlebnis.

Abends stand der Abschied von Dresden an, zünftig gefeiert bei gemeinsamen Abendessen im Festungskeller an der Elbe, besonders begrüßt von der historischen Gräfin Kosel, die leibhaftig erschien und sehr anregende Sprüche unter das geneigte Volk verteilte.
Nun wurden die Koffer wieder gepackt und verladen und in Richtung Prag gestartet. Nicht der ganze Weg wurde mit dem Bus zurückgelegt, eine wegen dem Niedrigwasser in der Elbe nur kleine Strecke fuhr man gemütlich mit den Dampfer Fluss aufwärts.

In Prag angekommen und begrüßt von wiederum netten Reiseführerinnen fanden viele noch den Weg mit der Metro in die Altstadt für ein zünftiges Abendessen oder Fotos mit Sonnenuntergang.
Sonntags ist die beste Zeit, mit dem Bus die Stadt zu besichtigen und schon einmal einen großen Überblick über die Besichtigungsmöglichkeiten wie Wallensteinpalais und die sogenannte Kleinseite in dieser alten Stadt zu erkunden. Dann ging es zu Fuß in die Altstadt. Der Pulverturm, der Wenzelsplatz, der Altstädter Ring, die Häuser von Gotisch bis Jugendstil und das Rathaus mit der historischen Uhr alles Anlaufpunkte die unter vielen anderen erklärt und besehen wurden.

Danach musste das alles erst einmal „verdaut“ werden und Erholung stand im Vordergrund, abends war Gelegenheit das Schwarzlicht-Theater zu besuchen.
Heute stand ein wichtiger Stadtteil Prags, das Judenviertel mit seinen alten und neuen Synagogen, Friedhöfen und Häusern auf dem Programm. Dieser Stadtteil, dessen Anfänge noch vormittelalterlich sind ist heute ein sehr beliebtes Touristenziel und so brauchte es etwas Geduld bei den vielen Menschen bis alle alles gesehen hatten.

Im Anschluss war Zeit noch die letzten Souvenirs einzukaufen. Am frühen Abend fuhr man dann für ein gemeinsames Abendessen auf der Moldau mit der alten Prager Kulisse am Ufer. Mit der zunehmenden Dunkelheit wurde klar ein wunderbarer Sonnenuntergang stand bevor und der letzte Abend der Reise brach an. So wurde der geduldige Busfahrer noch einmal durch die Stadt dirigiert und die Reiseleiter führten die Gruppe zu einem wunderbaren Aussichtspunkt in einem Park. Dort wurden die mitgebrachten Weinflaschen geöffnet, noch Gläschen an die Passanten verteilt und mit einem fantastischen Postkartenblick auf Prag Abschied genommen. Nach einem gemeinsamen Abendlied ging es vergleichsweise still ins Hotel.
Auch am letzten Tag gab es noch Sehenswürdigkeiten zu bestaunen: die Burg und der Dom hoch oben über Prag den Hradschin. Hier war es gut früh auf den Beinen zu sein, denn so konnten alle ohne Gedränge die Wachablösung vor der Burg und den Dom besichtigen. Später wurde es dann in der Burg wieder schwieriger, weil voller. Alle fanden sich pünktlich und unversehrt am Bus ein, man nahm Abschied von den Reiseführerinnen und fuhr gen Pilsen, zum Mittagessen in der dortigen Brauerei.

Der Nachmittag und Abend stand im Zeichen der Heimfahrt und am späten Abend erreichte der Bus Ahrweiler, man trennte sich nicht ohne sich zu versichern, dass man bei der nächsten Reise wieder mitfahren wolle.
Der Chor setzt nun im September seine Probenarbeit am Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach fort. Chorleiter Klaus-Dieter Holzberger und seine Sängerinnen und Sänger freuen sich über interessierte Mitbürger, die gerne mitsingen möchten. Auch Gäste sind herzlich willkommen. Wer mitmacht erlebt Gemeinde.

 

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