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Auf den
Spuren der Heiligen Elisabeth
Wallfahrt der kath. Frauengemeinschaft St. Laurentius,
Ahrweiler, nach Thüringen
22.-26.05.2006
Nur 20 Personen hatten
sich angemeldet zur Wallfahrt nach Thüringen - dafür aber war
es eine sehr harmonische und nette Gemeinschaft. Mit Pastor
Alfter als geistlichen Begleiter und unter der Führung der
kfd-Vorsitzenden Helene Adams fuhr der Bus vom Adenbachtorplatz
ab. Wie jeden Morgen, so betete der Pastor mit den Männern und
Frauen das Morgenlob und den Rosenkranz. Erster Besichtigungsort
war nachmittags die Wartburg in Eisenach. Die Führerin erzählte
Geschichte und Geschichten.
Abends kam der Bus nach einigen Umwegen im schönen Hotel in Bad
Frankenhausen am Rand des Kyffhäusergebirges an.
Am Dienstag waren sie vormittags in Erfurt, wo ihnen nach der
hl. Messe im Dom St. Marien die Stadt nahe brachte wurde. Im Gedächtnis
bleiben wird ihnen die größte freischwingende Glocke „Gloriosa“
und der Waid-Speicher, wo man blauen Farbstoff aus den Blättern
des Waid hergestellt hatte. Der Nachmittag sah die Ahrweiler in
Weimar, wo nicht nur Goethe und Schiller, sondern u.a. auch Bach
und Lukas Cranach der Ältere gewirkt haben. Bedrückt sahen sie
auf die Anna Amalia-Bibliothek, die 2004 gebrannt hatte. Auch
das Sommerhaus an der Ilm und das Stadthaus Goethes sahen sie.
Der Mittwoch war ein Überraschungstag für die Besucher, denn
sie fuhren nach Silberhausen zur kfd-Partnergemeinde, die sich
das Programm für den ganzen Tag ausgedacht hatten: Man besuchte
die Wallfahrtskapelle Klüschen Hagis, wohin am Himmelfahrtstag
die Männer pilgern; nach dem Mittagessen besuchten sie das
Grenzlandmuseum bei Bad Sooden-Allendorf. Hier zeigte ihnen ein
Führer die Grenzsicherungsanlage mit Gitterzäunen und
Stacheldraht. Den Nachmittagskaffee bekamen alle bei den Schönstatt-Schwestern
in Heiligenstadt. Danach brachte sie Dieter, der Busfahrer, nach
Silberhausen zurück, um mit dem ganzen Dorf die heilige Messe
zu feiern. Mit einem gemeinsamen Zusammensein bei Thüringer
Schmankerln ging dieser Überraschungstag ziemlich spät zu
Ende.
Ins Zisterzienserinnen-Kloster Helfta fuhren sie am Donnerstag.
Nach der hl. Messe in der aus Ruinen erbauten Kapelle erzählte
ihnen die Führerin über die wechselvolle Geschichte des
Klosters, das im 13. Jh. berühmt wurde durch Mechthild v.
Magdeburg, Mechthild von Hakeborn und Gertrud (die Große) von
Helfta. Mittags erlebten sie dann die Sext mit, welche die
Schwestern mit zarten Stimmen sangen. Der Nachmittag war frei,
und die meisten besuchten das Panorama-Museum über dem Hotel in
Bad Frankenhausen, in dem das Monumentalgemälde des Leipziger Künstlers
Werner Tübke den Bauernkrieg auf anschauliche Weise darstellte.
Nochmal eine Begegnung mit den Zisterziensern gab es dann am
Freitag, als Dieter sie über Körner zum Kloster Volkenroda
fuhr. Vor dem Christus-Torso der Klosterkirche feierten sie die
hl. Messe und wurden dann mit der wechselvollen Geschichte
dieses ersten Zisterzienser-Klosters auf deutschem Boden bekannt
gemacht. Vor allem bestaunten die Besucher den
Christus-Pavillon, der nach der Expo 2000 in Hannover hier
wieder aufgebaut worden ist. In dessen Gebetsraum nahmen sie am
Mittagsgebet der Bewohner teil, das unter dem Motto „Dona
nobis pacem“ stand. Nachmittags sahen sich die Besucher Mühlhausen
an, das „Rothenburg Thüringens“ mit seiner
mittelalterlichen Stadtmauer und den Fachwerkhäusern. Die Rückreise
am Freitag unterbrachen die Ahrweiler mit einem Besuch in
Marburg. Sie fuhren mit dem Fahrstuhl zwei Stationen hoch zum
Marktplatz, wo ihnen die Führerin erzählte, dass hier die hl.
Elisabeth für die Minderbrüder eingekauft habe. Langsam
wanderten sie nach unten. Vor der Elisabethkirche sahen sie bei
Regen das Modell der Kirche und standen auf dem Platz, wo die
hl. Elisabeth ein Hospital errichtet hatte. Kurz vor der Ankunft
dankte Helene Adams allen, die zum Gelingen dieser Fahrt
beigetragen haben, vor allem Pastor Alfter. Obwohl es nicht warm
war und sehr viel regnete, war es eine harmonische, immer pünktliche
und gut gelaunte Gemeinschaft, die sich zusammengefunden hatte
und froh und dankbar für die schönen Tage um 7 Uhr abends
wieder in Ahrweiler ankam.
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